Feb 242013
 

SchwertFühren Schulen und Lehrer Krieg gegen unsere Kinder?

Das scharfe Schwert nicht aus der Hand geben„, lautet der Titel eines Berichtes in der Online-Ausgabe des Blattes „Der Westen“ vom 20.02.2013. Darin geht es um die Pläne der Landesregierung, das Sitzenbleiben in Niedersachsen weitgehend abzuschaffen, indem man schwache Schüler individuell fördert, statt sie auszugrenzen. Ein löbliches Vorhaben! Eine neue Idee ist das Ganze zwar nicht, aber eine gute. Im kleinen Bundesland Schleswig-Holstein ist sie längst Wirklichkeit geworden – in vielen anderen Ländern auf unserem Planeten auch und sowieso. Und in mancher Schule hierzulande bemühen sich Schulleitung und Lehrerschaft, das Sitzenbleiben aus eigenen Stücken durch gezielte Förderung versetzungsgefährdeter Schüler einzudämmen.

Kriegerisch fängt der Artikel an, und martialisch geht es weiter. „Von einem Glaubenskrieg„, lässt uns Helen Sibum, die Verfasserin des Artikels wissen, „ist gar die Rede.“ Wo sie das aufgeschnappt hat, verrät sie uns nicht. Naja, mit dem korrekten Zitieren ist das in Deutschland so eine Sache. Selbst die kürzliche zurückgetretene Bildungsministerin scheint ihre liebe Not damit gehabt zu haben – zumindest in jungen Jahren. Vielleicht gibt es aber auch gar nichts zu zitieren, weil sich Frau Sibum den markigen klingenden „Glaubenskrieg“ einfach selbst ausgedacht hat.

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Feb 152013
 

Susanne Gaschke: Die verkaufte Kindheit - Wie Kinderwünsche vermarktet werden und was Eltern dagegen tun könnenImmer dreister greifen Konsumindustrie und Werbung nach unseren Kindern. Vom Kleinkind bis zum Teenager werden sie zu Kunden gemacht – und dadurch ihrer Kindheit beraubt. Susanne Gaschke warnt in ihrem neuen Buch vor diesem Ausverkauf. Sie ermutigt Eltern, ihre Erziehungsverantwortung ernst zu nehmen und zeigt Strategien für die Rückeroberung der Kindheit.

Die Kindheit wird immer kürzer. Schon eine Siebenjährige geniert sich heute mit einer Puppe im Arm gesehen zu werden. Stattdessen nutzen Jungen und Mädchen schon sehr früh die Medien der erwachsenen Kommunikationsgesellschaft. Unmittelbar nach der Grundschule treten sie in eine Phase altersloser Jugendlichkeit ein. Für die Werbeindustrie sind die »Kids«, wie sie ganz bewusst genannt werden, die idealen Kunden: Sie sind spontane, ungehemmte Konsumenten und leicht manipulierbar. Eltern sind zunehmend verunsichert, wollen in dieser bunten Spaßwelt nicht als alt und autoritär gelten oder als Spielverderber dastehen. Wie also reagieren, wenn sich der Junior das iPhone zu Nikolaus wünscht oder zum 13. Geburtstag der Tochter das Louis Vuitton-Täschchen her muss? (Pantheon)

Susanne Gaschke

Die verkaufte Kindheit

Wie Kinderwünsche vermarktet werden und was Eltern dagegen tun können


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