Apr 042013
 

Wolfgang Amadeus Mozart - 6 Jahre altWas meinen Sie: haben sie? Haben sich die Eltern von Wolfgang Amadeus Mozart jemals Sorgen wegen der Schulnoten ihres „Wolferls“ gemacht?

Ich kann Ihnen versichern, das war nie der Fall. Wie ich mir dessen so sicher sein kann, wollen Sie wissen? Nun, Mozart ist nie zur Schule gegangen und hat deshalb auch nie Noten zur Bewertung seiner schulischen Leistungen bekommen. Ein staatliches Schulwesen wurde in Österreich erst 1774, also 18 Jahre nach Mozarts Geburt, eingeführt. Bis dahin waren Klosterschulen die einzigen Bildungseinrichtungen im Land. Sie zu besuchen, war ein Privileg, das nur Kindern offenstand, deren Eltern willens und finanziell in der Lage waren, das Schulgeld zu bezahlen.

Auch wenn sich viele hierzulande ein Kinderleben ohne Schule heute kaum mehr vorstellen können, hat es dem kleinen Mozart nicht im geringsten geschadet, nie zur Schule gegangen zu sein. Im Gegenteil: Hätte es zu seiner Zeit bereits eine Schulpflicht gegeben, hätte diese der Entwicklung des „Wunderkindes“ als gewaltiges Hindernis im Weg gestanden. Sie hätte beispielweise seine erste Konzertreise verhindert, die den damals Sechsjährigen Anfang 1762 nach München und anschließend über Passau nach Wien führte – in einer Zeit ohne Autos, Eisenbahn oder gar Flugzeug ein aufregendes und abenteuerliches Unternehmen, bei dem es gewiss mehr zu sehen, zu hören und zu lernen gab, als in unzähligen Schulstunden. Noten hat „das Wolferl“ für das unterwegs Gelernte natürlich nicht gekriegt.

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Okt 172012
 

Der populäre Bildungskritiker Peter Struck setzt sich mit den Ergebnissen der aktuellen Bildungsstudien und der durch sie ausgelösten Debatte auseinander.

Struck präsentiert eigene Konzepte zur Behebung der Mängel im deutschen Bildungssystem. Er tritt für ein partnerschaftliches Schulsystem ein, in dem der Lehrer sich als Lerncoach für seine Schüler versteht. (Primus Verlag)

 

Peter Struck: Die 15 Gebote des Lernens

Schule nach PISA

 


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Aug 102012
 

An unseren Schulen herrscht Bulimie-Lernen. Lehrstoff wird ungekaut heruntergeschlungen und unverdaut wieder erbrochen für Prüfungen. Nachhaltigkeit gibt es nicht. Von Einsicht und Verstehen keine Spur! Gerade das Wichtigste wird zu allererst vergessen oder niemals verstanden.

Es verbleibt ein Pseudowissen, was nur deshalb kaum auffällt, weil die ganze Gesellschaft an der Bildungshochstapelei teilhat. Der Mündige Bürger ist ein Phantom! Das – und nicht die PISA- oder eine sonstige Pseudokatastrophe – ist die wahre Bildungskatastrophe!

Der Umfang der Lehrpläne muss um mindestens 90 Prozent gekürzt werden. Dann wird das Wissen, das tatsächlich übrig bleibt, nicht nur viel größer sein als bisher, sondern auch viel essenzieller. Und der Leistungsdruck wird gleichzeitig deutlich verringert. (Spektrum Akademischer Verlag)

Thomas Städtler: Die Bildungs-Hochstapler

Warum unsere Lehrpläne um 90% gekürzt werden müssen


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Mrz 202012
 

Gute Laune-BallonDen ganzen Vormittag in der Schule verbringen und dann auch noch Hausaufgaben machen und lernen müssen – das kann einem schon gründlich die Laune verderben. Schlechte Laune an sich wäre nicht weiter schlimm – die hat man öfter, kein Drama.

Doch gerade beim Lernen führt miese Laune schnell in einen Teufelskreis, denn übellaunig lernt man nur schlecht. Mühsam zu lernen, ohne wirklich etwas in den Kopf zu bekommen, lässt die Laune natürlich noch tiefer sinken, was dazu führt, dass es mit dem Lernen noch schlechter klappt, was dazu führt …

Zum Glück gibt es einen simplen Ausweg aus dem Teufelskreis: Sorge dafür, dass du in guter Stimmung bist, bevor du dich an deine Hausaufgaben setzt, denn gut gelaunt lernt es sich – das ist wissenschaftlich untersucht und erwiesen – erheblich effizienter.

Einfach gesagt, aber wie soll das gehen – gute Laune auf Knopfdruck?

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Mrz 192012
 

Bist du mit deinem letzten Zeugnis rundum zufrieden gewesen? Oder soll bzw. muss das nächste besser ausfallen?

Wenn Letzteres zutrifft, kannst du den ersten Schritt in Richtung besserer Noten jetzt gleich tun. Er ist einfach und macht obendrein Spaß:

  • Nimm dein letztes Zeugnis zur Hand, überleg dir für jedes Fach einzeln, wie die betreffende Note im nächsten Zeugnis aussehen soll und schreib dir deine Wunschnoten auf.
  • Allerdings macht es dabei keinen Sinn, einfach für jedes Fach eine Eins zu notieren. Überleg dir stattdessen gründlich, welche Noten du dir bei optimistischer Betrachtung tatsächlich vorstellen kannst. Von einer Vier auf eine Zwei zu kommen, ist durchaus realistisch – von einer Sechs auf eine Eins eher nicht. Es wird keine Wunschfee kommen, um dir unbesehen jeden Wunsch zu erfüllen.
  • Öffne auf deinem Computer die Textverarbeitung oder ein Bildbearbeitungsprogramm und entwirf dein Wunschzeugnis, in das du deine Wunschnoten einträgst. Falls du keinen Computer hast, kannst du das alternativ auch mit Stift und Papier erledigen. Egal wie du vorgehst, gib dir unbedingt Mühe dabei.
  • Das fertige Wunschzeugnis hängst du über deinem Schreibtisch – oder wo immer sonst du deine Hausaufgaben machst und lernst – an die Wand, sodass du es bei den Schularbeiten immer vor Augen hast. 

Auch wenn dir das vielleicht ein wenig seltsam vorkommt, hast du mit dieser einfachen Aktion tatsächlich einen großen Schritt hin zu einem besseren Zeugnis getan!

Was hat das Wunschzeugnis an der Wand mit meinem tatsächlichen Schulzeugnis zu tun?, fragst du dich jetzt wahrscheinlich. Die Antwort ist: Eine ganze Menge. Die „Zauberformel“, die den Zusammenhang bewirkt, lautet: Continue reading »

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